Künstler
RALPH MANNO - KLARINETTE
Er gehört zu den herausragenden Klarinettisten seiner Generation und konzertiert als Solist auf vielen internationalen Festivals und Podien. Nach seiner Ausbildung an der Hochschule für Musik Köln und der Karajan-Akademie der Berliner Philharmoniker wurde Ralph Manno bereits mit 20 Jahren Soloklarinettist des Kölner WDR Rundfunkorchesters, zwei Jahre später holte ihn Sergiu Celibidache zu den Münchner Philharmonikern. Er ist Preisträger des deutschen Musikrats.
Als Solist mit renommierten Orchestern gastierte er in den großen Konzertsälen der Welt wie z. B. Suntory-Hall Tokio, Lincoln Center - New York, Téatro Colon - Buenos Aires usw. Als Kammermusiker ist er bei namhaften Festivals ein willkommener Partner. Tourneen, Meisterkurse und Konzerte führen ihn regelmäßig nach Japan, in die USA, viele europäische Länder, Australien und Südamerika.
Seine zahlreichen Aufnahmen mit Werken von Mozart, Beethoven, Brahms, Schumann, Hindemith, Messiaen, Debussy, Poulenc, Bartok u. v. a. bei BMG, cpo, ebs und bayer records erhielten zahlreiche Auszeichnungen. Als Professor leitet er eine der erfolgreichsten Meisterklassen für Klarinette an der Hochschule für Musik in Köln.
JENS PETER MAINTZ - VIOLONCELLO
Jens Peter Maintz gilt spätestens seit dem 1. Preis im ARD-Wettbewerb 1994, der seit 17 Jahren nicht mehr vergeben worden war, als einer der führenden Cellisten seiner Generation. Er studierte bei David Geringas und absolvierte Meisterkurse bei Heinrich Schiff, Boris Pergamenschikow und Siegfried Palm.
Von 1995 bis 2004 war er 1. Solocellist des Deutschen Symphonieorchesters Berlin.
2004 wurde er als Nachfolger Wolfgang Boettchers auf eine Professur an die Universität der Künste Berlin berufen. Als Solist und Kammermusiker konzertiert Jens Peter Maintz in Europa, Japan, Südamerika und den USA. Er trat solistisch u.a. mit dem Residentie Orkest Den Haag, dem Orchester der Beethovenhalle Bonn, dem Philharmonischen Staatsorchester Hamburg und dem Deutschen Symphonie-Orchester unter Marek Janowski, Vladimir Ashkenazy und Herbert Blomstedt auf.
Seine bei Sony Classical erschienene CD mit Solowerken von Bach, Dutilleux und Kodaly wurde 1997 mit dem ECHO-Klassikpreis ausgezeichnet. Es folgte 2003 die Aufnahme des Cellokonzerts von Isang Yun mit dem DSO Berlin für Capriccio. Bei Arte Nova erschien 2004 eine Aufnahme mit sämtlichen Werken für Violoncello und Orchester von Tschaikowsky. Jens Peter Maintz spielt ein Violoncello von Vincenzo Ruggeri aus dem Jahr 1696.
TEODORO ANZELLOTTI - AKKORDEON
Im süditalienischen Apulien geboren, wuchs Teodoro Anzellotti in der Nähe von Baden-Baden auf. Sein Musikstudium im Fach Akkordeon absolvierte er an den Musikhochschulen von Karlsruhe und Trossingen bei Jürgen Habermann und Hugo Noth und trat bald siegreich aus verschiedenen internationalen Wettbewerben hervor. Seit den achtziger Jahren ist er regelmäßiger Gast bei großen Festivals und wird als Solist von führenden Orchestern engagiert. Teodoro Anzellotti hat wesentlich zur Integration des Akkordeons in das klassische Musikleben beigetragen. Dabei stellte er seine Kunst insbesondere in den Dienst der Neuen Musik: Durch neue Spieltechniken hat er die Klangfarben seines Instruments erheblich erweitert und das Hörbild profiliert. Mehr als 300 neue Werke wurden für Teodoro Anzellotti geschrieben: von Komponisten wie George Aperghis, Heinz Holliger, Toshio Hosokawa, Mauricio Kagel, Michael Jarrell, Isabel Mundry, Brice Pauset, Gerard Pesson, Matthias Pintscher, Wolfgang Rihm, Salvatore Sciarrino, Marco Stroppa, Jörg Widmann und Hans Zender. Luciano Berio schuf für ihn die Sequenza XIII, die Anzellotti 1995 in Rotterdam uraufführte und danach bei vielen renommierten Festivals in aller Welt interpretierte. Seit 1987 unterrichtet Teodoro Anzellotti an der Hochschule der Künste Bern, seit 2002 auch an der Musikhochschule Freiburg im Breisgau. Seine Discographie umfasst ein Werkspektrum, das von Bach und Scarlatti über Janácek und Satie bis zu John Cage und Matthias Pintscher reicht
MIHAELA URSULEASA - KLAVIER
Die einzigartige Mischung aus temperamentvollem Spiel und lyrischer Begabung macht Mihaela Ursuleasa zu einer der bemerkenswertesten Pianistinnen ihrer Generation. 1978 in Brasov/Rumänien geboren, begann sie ihre Karriere als so genanntes Wunderkind. Dem weisen Rat Claudio Abbados folgend, zog sie sich 1990 vom Konzertieren zurück und konzentrierte sich auf ihre schulische musikalische und pianistische Ausbildung. Die Früchte dieser Entscheidung erntete Mihaela Ursuleasa, als sie 1995 den renommierten Clara-Haskil-Wettbewerb gewann. Veranstalter in aller Welt wurden umgehend aufmerksam, Klavierabende in den bedeutendsten Musikmetropolen folgten, darunter Concertgebouw Amsterdam, Philharmonie Köln, Konzerthaus Wien, Tonhalle Zürich und Carnegie Hall New York. Inzwischen hat sich Mihaela Ursuleasa als Ausnahmetalent von emotionaler Tiefgründigkeit in der Musikwelt etabliert. Daniele Gatti, Paavo und Neeme Järvi, Marek Janowski, Andris Nelsons und Mark Albrecht gehören zu den Dirigenten, die sie immer wieder zu Konzerten einladen. Sie war zu Gast u.a. beim Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, beim Orchestre National de France, bei der Weimarer Staatskapelle, beim Rotterdam Filharmoniske Orkest, beim Pacific Symphony Orchestra, beim London Philharmonic Orchestra und regelmäßig bei den Wiener Symphonikern. Unter den internationalen Festivals, bei denen sie auftrat, sind vor allem das Lucerne Festival, die Salzburger Festspiele, die Styriate Graz, das Beethovenfest Warschau, das Pablo Casals Festival San Juan und das Marlboro Festival zu nennen.
SYBILLA RUBENS - SOPRAN
Sibylla Rubens studierte Konzert- und Operngesang an der Staatlichen Musikhochschule in Trossingen und an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt/Main. Sie war Mitglied der Meisterklasse für Liedgestaltung bei Irwin Gage und vervollständigte ihre Ausbildung in zahlreichen Meisterkursen u. a. bei Edith Mathis sowie bei Elsa Cavelti in Basel. Ihre zu Herzen gehende Stimme, die natürliche Ausstrahlung und jene einfühlsame Perfektion, mit der sie sich ihr breit gefächertes Repertoire erarbeitet, machen Sibylla Rubens zu einem gefragten Gast im In- und Ausland. Besondere Konzerthöhepunkte der vergangenen Jahre waren Aufführungen mit dem Royal Concertgebouw Orchestra unter Philippe Herreweghe, mit Hartmut Haenchen, Heinrich Schiff, ferner Bachs Matthäus-Passion in der Carnegie Hall New York, Schumanns Requiem bei den Münchner Philharmonikern unter Christian Thielemann sowie die Aufführung des Bachschen Weihnachtsoratoriums und der h-moll Messe in Montreal unter der Leitung von Kent Nagano. Eine enge Zusammenarbeit pflegt Sibylla Rubens seit vielen Jahren mit der Stuttgarter Bachakademie und Helmuth Rilling.
Auch als Liedsängerin ist Sibylla Rubens sehr gefragt: Ihren ersten gemeinsamen Liederabend mit Irwin Gage gab sie 1999 anlässlich der Ludwigsburger Schlossfestspiele, es folgten Auftritte in Barcelona, Amsterdam und Nürnberg. Gemeinsam mit Thomas Quasthoff und Justus Zeyen begeisterte Sibylla Rubens mit Wolfs Italienischem Liederbuch, mit dem sie z. B. bei der Schubertiade in Schwarzenberg zu hören waren.
Zahlreiche CD-Aufnahmen von Sibylla Rubens sind bei hänssler und harmonia mundi veröffentlicht. Bei Oehms-Classics sind zuletzt die Weltersteinspielung von Humperdinck-Liedern (Gesamteinspielung) sowie Mendelssohns Lobgesangssymphonie mit der Deutschen Radio Philharmonie Saarbrücken und dem Chor des Bayerischen Rundfunks erschienen.
NILS MÖNKEMEYER - VIOLA
Nils Mönkemeyer wurde 1978 in Bremen geboren. Bereits während seines Studiums bei Hariolf Schlichtig an der Hochschule für Musik in München entwickelte er eine intensive Konzertkarriere
Im Dezember 2006 erhielt er in Moskau den 1. Preis beim Internationalen Yuri Bashmet-Wettbewerb sowie den Preis des Deutschen Musikwettbewerbs 2006. Mönkemeyer spielte u.a. mit dem WDR Rundfunkorchester, den Moscow Soloists unter der Leitung von Yuri Bashmet sowie dem Russischen Nationalorchester. Er arbeitete mit Dirigenten wie Michail Jurowski, Reinhard Goebel oder Michael Sanderling. Ebenso wurde er eingeladen, im Rahmen des Festivals "Chamber Music connects the World" zusammen mit Gidon Kremer und Lynn Harrell aufzutreten. Mönkemeyers Debüt-CD "Ohne Worte" mit Werken von Schubert, Mendelssohn und Schumann erhielt großen Zuspruch bei Publikum und Presse und wurde bei der ECHO KLASSIK Preisverleihung 2009 aufgezeichnet. Er ist Gast bei diversen Festivals wie dem Rheingau Musik Festival, dem Heidelberger Frühling und den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern. Mönkemeyer ist auch als Kammermusikpartner u.a. mit Julia Fischer, Leonidas Kavakos und Christoph Poppen tätig. Nach einer Assistenzprofessur an der Escuela Superior de Musica Reina Sofia Madrid wurde er als Professor für Bratsche an die Hochschule für Musik Carl Maria von Weber in Dresden berufen. Nils Mönkemeyer spielt eine Bratsche aus der Werkstatt des Münchner Geigenbauers Peter Erben.
ANTHONY SPIRI - KLAVIER
Anthony Spiri gilt als einer der vielfältigsten Pianisten der heutigen Zeit. Bevor der US-Amerikaner nach Europa kam, studierte er in Cleveland und in Boston. Als Klaviersolist ist er u.a. mit dem Chamber Orchestra of Europe unter Michael Tilson-Thomas und Nikolaus Harnoncourt, dem Ensemble Wien Modern und dem Kammerorchester Basel unter Christopher Hogwood aufgetreten. Mit Gidon Kremer, Thomas Zehetmair, dem Aulos Bläserquintett, dem Hagen-Quartett konzertiert er regelmäßig. Er spielte zahlreiche Uraufführungen, u.a. von Sofia Gubaidulina und Wolfgang Rihm. Als Liedbegleiter arbeitete er mit Christine Schäfer, Peter Schreier, Renée Fleming, Bernarda Fink u.a. Anthony Spiri ist Professor für Klavierkammermusik an der Musikhochschule Köln.
