Konzerte

Sonntag, 21. März 2010, 18.00 Uhr - Max Ernst Museum
ERÖFFNUNGSKONZERT

RALPH MANNO - Klarinette
JENS PETER MAINTZ - Violoncello
TEODORO ANZELLOTTI - Akkordeon

Werke von Johann Sebastian Bach, Nino Rota, Bohuslav Martinu u. a.

Man darf gespannt sein, wie sich Bachs Gambensonaten mit Violoncello und Akkordeon anhören werden oder Martinus folkloristische Sonate mit Klarinette und Akkordeon. Die Musiker wandeln hier hellhörig zwischen Klassik und Filmmusik, barocken Triosonaten und Avantgarde. Entscheidend für den Hörgenuss ist die perfekte instrumentalistische Umsetzung - aber hier sind drei ausgewiesene Virtuosen ihres Fachs am Werke - mitreißende Solisten und charismatische Musiker.
Wenn man die Kombination der Instrumente sieht, ist eines schon klar - Originalwerke werden eher die Ausnahme im Konzertprogramm sein. Aber gerade dies ist ja der besondere Reiz des Konzerts. Streich- Blas- und Tasteninstrumente treffen hier in komprimierter Form aufeinander! Überraschung ist vorprogrammiert.
Die Zuhörer werden bestimmt neue Klangerlebnisse mit nach Hause nehmen!


Dienstag, 23. März 2010, 20.00 Uhr - Max Ernst Museum
PIANO PUR

MIHAELA URSULEASA - Klavier

Programm:
Bélà Bartok - sechs rumänische Tänze
Franz Schubert - 3 Stücke aus dem Nachlass Es-moll
Bélà Bartòk - zwei rumänische Tänze op. 8 a
Franz Schubert - 3 Stücke aus dem Nachlass Es-Dur
George Enescu - Suite op. 10
Franz Schubert - 3 Stücke aus dem Nachlass C-Dur
Paul Constantinescu - Suita Pentru Pian
PAUSE
Franz Schubert - Sonate B-Dur D 960

Ein spannender Klavierabend steht bei den diesjährigen KONTUREN auf dem Programm. Zwei Gegenpole treffen aufeinander - ergreifende Klavierkompositionen von Franz Schubert, und mitreißende Werke von Bartok, Enescu und Constantinescu.
Was verbindet die letzten drei Komponisten? Am bekanntesten ist sicherlich der Ungar Bèla Bartok, der in seinen Kompositionen die osteuropäische Volksmusik verarbeitete und damit wegweisend für viele Komponisten seiner Zeit war. Der wie Bàrtok im Jahr 1881 geborene Rumäne George Enescu war ein Geigenvirtuose seiner Zeit - begann aber schon mit 13 Jahren zu komponieren. Anfangs vor allem noch von Johannes Brahms und Richard Wagner beeinflusst, besann sich auch Enescu auf seine Wurzeln und fand einen ganz eigenen Stil, bei dem er vor allem die rumänische Zigeunermusik einbezog. Die Werke Paul Constantinescus werden kaum aufgeführt. Er führt aber wunderbar etwas zeitversetzt (geboren 1909 also knapp 30 Jahr nach Bartok und Enescu) den kompositorischen Weg fort. Seine Musik ist vor allem von der Volksmusik am Schwarzen Meer beeinflusst und bringt damit eine orientalische Note in das Programm. Gespannt dar man sein wie die aus Rumänien stammende Pianistin Ihre "Landsmänner" interpretiert.
Die zweite Programmhälfte ist dann ganz Franz Schubert gewidmet. Seine große B-Dur Sonate 960 ist seine letzte Instrumentalkomposition. Eingestimmt wird man durch die 3 Stücke aus dem Nachlass, die im ersten Teil als "Zwischenspiele" integriert sind - auch sie im Todesjahr 1828 geschrieben. Eine ungeheuere Schaffenskonzentration kennzeichnet dieses Jahr. Schuberts neuer lyrischer Stil, anfangs vor allem seinen Liedkompositionen zugeschrieben, findet hier im "Spätwerk" einen exemplarischen Ausdruck.


Freitag, 26. März 2010, 20.00 Uhr - Max Ernst Museum
LIEDER ZWISCHEN HIMMEL & ERDE

SYBILLA RUBENS - Sopran
NILS MÖNKEMEYER - Viola
RALPH MANNO - Klarinette
ANTHONY SPIRI - Klavier

Programm:
Wolfgang Amadeus Mozart
"Parto ma tu ben mio" aus der Oper Titus für Sopran, Klarinette und Klavier
Felix Mendelssohn-Bartholdy
Lieder in einer Bearbeitung für Viola und Klavier
Robert Schumann
Märchenerzählungen für Klarinette, Viola und Klavier
PAUSE
Franz Schubert
"An den Mond in einer Herbstnacht" D 614 für Sopran und Klavier
Matyas Seiber
Drei Morgenstern Lieder für Sopran und Klarinette
Franz Schubert
Der Hirt auf dem Felsen für Sopran, Klarinette und Klavier

"Es war, als hätt der Himmel, die Erde still geküsst" lauten die ersten beiden Zeilen von Joseph Eichendorffs Gedicht Mondnacht - dieses Stimmungsbild umreißt die Atmosphäre dieses außergewöhnlichen Liedprogramms.
Romantische Höhepunkte des Konzertes sind die beiden Werke von Franz Schubert. Der Hirt auf dem Felsen op. 129 gehört zu seinen letzten Kompositionen. Die befreundete Sängerin Anna Milder-Hauptmann hatte es bei Schubert bestellt, um damit Ihren Bühnenabschied einzuleiten und wünschte sich ein Werk voller Dramatik und Lyrik.
Die Märchenerzählungen von Robert Schumann schließen sich nahtlos an diesen romantischen Impetus an - es ist ein Werk voller Brüche und Aufbrüche. Das letzte Werk für Triobesetzung entstand in einer Zeit, da sich Schumanns Todeskrankheit bemerkbar zu machen begann, 10 Tage später versuchte er sich im Rhein zu ertränken. Das Trio ist seinem ehemaligen Schüler Albrecht Dietrich mit den viel sagenden Worten, "…. Zu langer Erinnerung an den 20. Februar (einen guten Tag)." gewidmet.
Lieder gehörten zu den prägendsten Formen in der Romantik. Die Vertonungen der Gedichte, die ja Spiegelbilder des romantischen Individualismus waren, spielten eine wichtige Rolle. Am Herzen lag den romantischen Künstlern auch die Verbindung und eine aktive Wechselwirkung der verschiedenen Kunstgattungen. In den romantischen Zirkeln trafen sich Literaten, Maler und Komponisten zum intellektuellen Austausch. Sie hätten die Bearbeitung der Mendelssohn Lieder für Viola und Klavier (anstatt Gesang und Klavier) bestimmt lebhaft begrüßt und der Titel "Lieder ohne Worte" scheint ein romantisches Urmotiv zu treffen.
Voller Emotionen steckt dieses Liedprogramm, voller Sehnsucht und Aufbruch.


Dienstag, 30. März 2010, 19.30 Uhr
Aula der Kunst- und Musikschule der Stadt Brühl
"MEISTER VON MORGEN"

Abschlusskonzert der Studenten der internationalen Meisterkurse bei den KONTUREN